Cordon bleu
Das blaue Band als Roter Faden
20. Februar 2017

Boulderer bauen an der Zukunft

Boulderschüür

Was machen eigentlich Boulderer im Winter – und was ist Bouldern überhaupt?

An der Lenk machen Boulderer derzeit vor allem eines: Sie bauen eine Boulderhalle. Die «BoulderSchüür» ist zwar ein externes Projekt von FIT2020, dafür ein strahlendes Beispiel für das hohe Engagement von Einheimischen für die touristische Zukunft der Region. Schliesslich ist Bouldern eine Trend-Sportart. Bouldern ist Klettern ohne Kletterseil und -gurt an Felsblöcken, Fels- oder Steinwänden oder an künstlichen Kletterwänden auf Absprunghöhe. Tönt gefährlich, schwere Unfälle geschehen aber vergleichsweise selten. Ihre Beliebtheit verdankt die ideale Sportart für den Fitnessaufbau auch dem ausgeprägten Trainingselement im Bereich der Selbst- und Sozialkompetenz. Boulderer treffen sich meist in Gruppen. Löst jemand ein «Problem», so nennen die Boulderer ihre Kletterobjekte, sind Aufpasser dabei. Diese Spotter kennen bei einem Sturz die richtige Auffangtechnik. Diesen Mix aus Krafttraining, Geschicklichkeit und Spass perfektioniert die Location: Probleme wie Felsblöcke oder Steinwände befinden sich im Freien. Zum Boulder-Kodex gehören die Rücksichtnahme auf Natur und Umgebung genauso wie die Regel, nur an von Kennern definierten Problemen zu klettern.

Boulder Schüür Lenk

Belohnung nach dem Einsatz: Die Geselligkeit gehört zum Bouldern genauso wie das Training dazu. Link: Boulder-Schüür

Was läuft derzeit in der «BoulderSchüür» – und wozu dient sie überhaupt?

Ihre Kraft können die Lenker Boulderer diesen Winter besonders gut brauchen. Der Verein «BoulderSchüür» Lenk hat 2016 mit den Arbeiten an der Boulderhalle begonnen. Seit dem Spatenstich am 1. Oktober ist bei Frautschis Scheune am Simmendamm einiges gelaufen. Bis Ende 2016 standen die Arbeiten am Dach, an der Tragkonstruktion und an den Werkleitungen auf dem Bauprogramm. Derzeit laufen die Arbeiten im Gebäudeinneren. In der Scheune mit 260 m2 Wandfläche und fünf Metern Raumhöhe kommen drei verschieden steile Wände, ein Blockboulder, Campusboard und Griffbrett zu stehen. Toiletten, Garderoben und eine Theke werden im Eingangsbereich untergebracht. Eine Trainingshalle wie die «BoulderSchüür» ist der perfekte Ort für die Vorbereitung auf die «Probleme», die draussen in der Lenker Natur warten. Zum Beispiel beim Eisklettern am Iffigfall. Mit seinen mehr als 100 Metern Fallhöhe zählt er zu den schönsten Wasserfällen im Berner Oberland. Im gefrorenen Zustand ist er mit einer Kletterstrecke von 140 Metern ein ganz besonderes Objekt der Begierde für Kletterer. Gesichertes Eisklettern ist auch das, was Boulderer zum Beispiel im Winter machen, wenn sie nicht gerade aus einer Scheune ein zukunftsweisendes touristisches Angebot machen.

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Die oberste Stufe des Iffigfalls – Eisklettern pur an einem der schönsten Wasserfälle im Berner Oberland.

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Kunstwerke von der Natur geschaffen – ein «Eisgigel» nach dem Fluebachfall.

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Boulderer nennen ihre Kletterobjekte «Probleme»

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Wie halten Sie sich im Winter fit und was brauchen Sie, um auch in der kalten Jahreszeit auf der sportlichen Höhe zu bleiben? Klettern oder Bouldern Sie selber und warum gefällt Ihnen die Region Lenk-Simmental? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare, Tipps und Ideen zu diesem und anderen Beiträgen.

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