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Simmental
SAVE THE DATE! FIT2020-Informationsveranstaltung am 17.03.2017
9. März 2017

Zu schön um rentabel zu sein

Berghilfe, Leitereweid

Die Hängebrücke in Oberwil ist bereits zu einer kleinen Touristenattraktion geworden (Bild: Schweizer Berghilfe)

 

Das Berggebiet unter Druck – haben nur wir Bergler diesen Eindruck?

Das Schweizer Berggebiet, so schön es auch ist, steht tatsächlich unter wirtschaftlichen Druck. Eine Studie von Avenir Suisse zeigt auf, das Wertschöpfungsquellen gestärkt und aktiviert werden müssen. Laut Avenir Suisse ist wirtschaftliche Zukunft aber kein topografisches Schicksal. Viel mehr soll eine Region ihre spezifische Strategie und ihr eigenes Standortprofil entwickeln. Zentral für das Berggebiet ist die Neuausrichtung im Tourismus. In der Region Lenk-Simmental arbeitet FIT2020 genau an diesen Zukunftsfragen und fördert Projekte, die Teil einer solchen Neuausrichtung – eines frischen Winds – sind. Wichtig in diesem Zusammenhang sind das Engagement der Akteure, die Ideen aus der Bevölkerung sowie Investitionen von Dritten – kleinere wie grössere.

 

Hilfe zur Selbsthilfe – was meint die Schweizer Berghilfe damit?

Seit 1943 bietet die Schweizer Berghilfe Hilfe zur Selbsthilfe. Die ausschliesslich durch Spenden finanzierte Organisation verfolgt das Ziel, die Existenzgrundlagen und die Lebensbedingungen im Schweizer Berggebiet zu verbessern. Als Bergbevölkerung wissen die Simmentaler nur zu gut, dass die Lebensbedingungen stimmen müssen, damit Menschen nicht abwandern. Dafür müssen zum Beispiel Arbeitsplätze erhalten oder geschaffen werden. Investitionen in den Tourismus, der an der Lenk als der Wirtschaftsmotor Nummer eins gilt, ermöglichen solche Arbeitsplätze. Mehr Gäste bedeuten nicht nur mehr Kurtaxe und mehr Umsatz für Bahnen, Hotels und Kulturveranstalter, sondern auch mehr Aufträge für die Zulieferer und das lokale Gewerbe. Solche Investitionen unterstützt zum Beispiel die Schweizer Berghilfe mit ihren Projekten.

 

Wie wird aus einem mühseligen Leiternweg eine Tourismusattraktion?

Auf der Projektlandkarte der Schweizer Berghilfe sind auch zwei Projekte im Simmental zu finden. Eines davon hat eine neue touristische Attraktion in Oberwil geschaffen. Die Alp Leiternweide war seit Jahrhunderten nur über steile Leitern oder auf einem grossen Umweg erreichbar. Die Älpler suchten nach einer Lösung. Ihre Idee einer Hängebrücke scheiterte an der  Finanzierung. Dann schlossen sich den Älplern weitere Personen aus dem Dorf an, gründeten eine Genossenschaft und holten fachlichen Rat. Es stellte sich heraus, dass die Brücke den verfallenen  historischen Bäderweg ergänzen könnte. Also beschlossen sie, diesem Weg neues Leben einzuhauchen. Lokale Sponsoren und einige Stiftungen versprachen einen Beitrag. Gebaut werden konnten der Weg und die Brücke, als die Schweizer Berghilfe den offen gebliebenen Betrag übernahm. Die Hängebrücke ist bereits zu einer kleinen Touristenattraktion geworden und erleichtert gleichzeitig das Leben der Älpler auf der Leiternweide.

 

Blick in die Tiefe von der Hängebrücke zur Alp Leiternweide (Bild: Schweizer Berghilfe)

 

Die Idee steht am Anfang – wie bringt man sie auf Kurs?

Die Schweizer Berghilfe ist nur eine mögliche Anlaufstelle für innovative Projekte in Bergregionen. Zum Beispiel lanciert die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete eigene Projekte und unterstützt regionale Akteure bei der Vorbereitung bzw. Durchführung von Projekten. Die Schweizer Patenschaft für Berggemeinden unterstützt Gesuche von Berggemeinden in Bereichen wie Infrastruktur, Pflege und Erhaltung der Alpen, Ausbildung der jungen Generation und Arbeitsplätze. Schweiz Tourismus steht Destinationen und touristischen Leistungsträger beratend bei der Entwicklung von Produkten zur Seite, die dem Gast unvergessliche Erlebnisse bieten und ihn zum «Repeater» machen. Welche Partnerschaft auch immer zustande kommt: Meistens verändert sich die ursprüngliche Idee im Laufe der Umsetzung. Das hat damit zu tun, dass durch die Involvierung weiterer Beteiligter aus mehreren Ratschlägen ein neues Ganzes wird. Oft ist das ein Grund, warum keine Hilfe geholt wird: die Befürchtung, dass die eigene Idee zur Idee der anderen wird. Eine Idee bleibt aber eine Idee, solange sie nicht umgesetzt wird. Für deren Umsetzung ist in den meisten Fällen Teamarbeit gefragt. Es gilt, sich schlau zu machen, wer unter welchen Voraussetzungen welche Unterstützung bietet. Am Anfang braucht es also in erster Linie guten Rat. In der Region Lenk-Simmental ist FIT2020 zum Beispiel eine erste Anlaufstelle.

 

Die Hängebrücke erleichtert den Weg der Älpler auf die Leiternweide enorm (Bild: Schweizer Berghilfe)

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Kennen Sie Beispiele inner- oder ausserhalb der Region Lenk-Simmental, die für wirtschaftliche Innovation stehen? Welche Idee haben Sie, die sie im Zeichen der touristischen Entwicklung anpacken wollen? Wir freuen uns auf Ihre Kommentare, Tipps und Ideen zu diesem an anderen Beiträgen.

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